Die Kaiserslautern Pikes haben ihr Abschlussspiel mit einer heftigen 7:63-Niederlage gegen die Rüsselsheim Crusaders beendet. Das Team um Trainer Dennis Folz war von Anfang an chancenlos. Bereits nach dem ersten Viertel lagen die Pikes mit 0:24 hinten, zur Halbzeit 0:34. "Heute hat irgendwie nichts gepasst, bei uns war der Wurm drin", hatteert Folz und führt aus: "Es war eine schlechte Teamleistung, defensiv haben wir nicht gut gespielt, hatten keinen Zugriff. Der gegnerische Quarterback hatte keinen Druck, konnte warten, bis die Passwege aufgehen und unbedrängt zu seinen Receivern passen. Bei uns war es andersrum: Unser Quarterback hatte sofort hohen Druck, wir hatten keine Zeit, unsere Spielzüge zu entwickeln. Und bei den Pässen hat dann auch manchmal das Quäntchen Glück gefehlt." Im dritten Viertel gelang den Pikes dann zumindest ein Touchdown, um das Spiel nicht zu Null zu verlieren, Paris Ferguson fing einen Pass von Justin Jordan in der Endzone. Im letzten Viertel schraubten die Gäste das Ergebnis dann noch mal kräftig nach oben, Endstand 7:63. "Ich will meinem Team keinen Vorwurf machen. Wir haben viele Laienspieler, die auf Positionen einspringen mussten, die sie noch nie gespielt haben. Das merkt man dann auch. Gegen die Import-Spieler der Crusaders haben sie keine Chance. Zudem hatten wir, wie schon die gesamte Saison, enorm mit Verletzungen zu kämpfen. Viele der Jungs mussten heute sowohl Offense als auch Defense spielen, standen das ganze Siel auf dem Feld – und das bei der Hitze", betont Folz, der selbst eigentlich auch verletzt ist – er verpasste drei Saisonspiele -, am Samstag aber dennoch spielte. Denn: "Ich wollte die Jungs nicht im Stich lassen, gerade weil wir so unterbesetzt sind. Ich habe heute noch mal alles gegeben." Auch Headcoach Michael Edwards war vom Ergebnis nicht überrascht: "Es ist so verlaufen, wie zu erwarten war durch unseren Mangel an Training. Wir hatten viele Verletzungen, zudem Arbeit und andere private Verantwortlichkeiten, dadurch hatte ich kein einziges Mal ein volles Team im Training. Ich habe super Typen, aber sie haben im Moment wenig Zeit zum Trainieren, das zieht sich durch die Saison. Es ist schwer jemand etwas beizubringen, wenn derjenige nicht versteht, was wir Coaches wollen, weil er nicht trainiert. Durch den Mangel an Training können wir nicht so gut sein, wie wir sein müssten. Versteht mich nicht falsch: Ich liebe meine Jungs, sie sind Krieger. Aber auch Krieger brauchen die richtige Strategie, um ein Spiel zu gewinnen. Sobald wir das schaffen, werden wir viel besser sein."